GEGENSTROM-GEGENDRUCK
Diese Verfahren benötigt auf halber Höhe des Filterbehälters ein Drainagesystem, welches verfahrensbedingt mit einer inaktiven Deckschicht (Aktivharz) ca. 200 mm bedeckt ist. Mittels Luft oder Wasser wird in dieser Deckschicht ein Druckverlust aufgebaut, welcher während der Aufstromregeneration bzw. Aufstromverdrängungsphase das aktive Harzbett auf dem unteren Düsenboden fixiert.
Das Feinwaschen mit VE-Wasser (oder bei Kationer mit entbastem Wasser) kann bereits in Betriebsrichtung von oben nach unten mit erhöhter Geschwindigkeit erfolgen. Dabei ist bei den Anionenaustauschern VE-Wasser erforderlich. Für die Kationenharze reicht entbastes Wasser aus. Entscheidend ist, dass die Feinreinigungszone des Harzbettes vorweg nicht belastet bzw. zerstört wird. Nur so wird die von einem Gegenstromverfahren erwartete wesentliche bessere Reinwasserqualität erreicht.
Vorteile des Verfahrens (gegenüber Gleichstromtechnik):
- bessere Wasserqualität
- geringerer Regeneriermitteleinsatz
- geringerer Eigenwasserbedarf
- höhere Verfügbarkeit der Anlage aufgrund geringerer Regenerierzeit
